Geschichte der Seide

100 % Seide gilt seit Jahrtausenden als eines der hochwertigsten Textilmaterialien der Welt. Der Wert entsteht aus ihrer aufwendigen Herstellung, ihren Materialeigenschaften und ihrer kulturellen Bedeutung.
Ursprung in China
Die Seidenherstellung entstand vermutlich vor über 4.000 Jahren im alten China. Der Legende nach entdeckte Kaiserin Leizu zufällig, dass sich aus Kokons feine Fäden gewinnen lassen.
China hielt die Herstellungstechniken lange geheim. Seide war zunächst dem Kaiserhof vorbehalten und entwickelte sich später zu einer zentralen Handelsware entlang der berühmten Seidenstraße.

Seide in
Europa
Über Persien und Byzanz gelangte Seide nach Europa. Im Mittelalter wurden Städte wie Venedig, Lyon und später Krefeld wichtige Zentren der Seidenweberei.
Im 18. und 19. Jahrhundert war echte Seide ein Statussymbol für Adel und wohlhabende Bürger.
Der Wert
der Seide
Seide war historisch so wertvoll, dass sie:
- als Zahlungsmittel verwendet wurde
- Steuern ersetzte
- diplomatische Geschenke finanzierte.
- In manchen Epochen war Seide wertvoller als Gold gleichen Gewichts.
Warum echte Seide grundsätzlich als wertvoll gilt:
Aufwendige Herstellung
Für die Gewinnung von Seide werden die Kokons der Seidenraupe verarbeitet. Die Herstellung ist sehr arbeitsintensiv und erfordert viel Erfahrung sowie handwerkliches Können.
- Für ein einziges Kleidungsstück werden oft tausende Kokons benötigt.
- Die Seidenfäden sind extrem fein und empfindlich.
- Sowohl das Abhaspeln der Fäden als auch das spätere Weben erfolgen mit großem Aufwand und vielfach in Handarbeit.
Diese aufwendige Verarbeitung macht echte Seide seit Jahrhunderten zu einem hochwertigen und geschätzten Naturmaterial.

